Vita

STIPENDIEN

2021
Ateliervergabe städtisches Atelierhaus Baumstraße
2020/21
Projektförderung „Nationales Performance Netz – Stepping out,
gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative
Neustart Kultur. Hilfsprogramm Tanz“
2018
Atelierförderung des Bayerischen Staatsministeriums
2017
Förderkoje der Stadt München auf der artmuc art fair München
2016
Atelierförderung des Bayerischen Staatsministeriums
2014-2019
Ateliervergabe städtisches Atelierhaus am Domagkpark
2011
Stipendium Bayerisches Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

 

AUSSTELLUNGEN / PROJEKTE AUSWAHL

2021
„Kontakt Bronze“ I „Weaponartfair“ I Galerie der Künstler I München
„MUSEN küssen_IDEEN knistern_ARCHITEKTEN knautschen – Otto I „100 Jahre Frauen an der Akademie“  I GEDOK Galerie I München
„Bis hierhin oder weiter?“ Part 2 I Kulturarealfest München
„Gold“ I Halle 50 I DomagkAteliers I München
2020
„Kontakt-Repeating“ I Wettbewerb Distances I Kunst im öffentlichen Raum
„Bis hierhin oder weiter?“ I Performance Aktion im öffentlichen Raum I München
„und jetzt?“ I contactless encounter I „Roots of Abstract“ I Rathausgalerie München
„Körper Schwellung – oral 2“ I „Farbenküche“ I Halle 6 I München
2019
„Wurzeln der Dualität“  I Performance Abend I Magdalena München KNOT I Pathos Theater München
„Ich saug an meiner Nabelschnur“ I „Wie sehn ich mich, Natur, nach dir“ I Galerie FOE München
„Noodlekisses“ I Wettbewerb „Eat_ Biotopica Festival Munich“
2018
„Körper/Wand Schwellungen – oral 1/2“ , „Kontakt Bronze“ I artmuc art fair München
„Candybox“ I Entwurf für den öffentlichen Raum I München
„Wand Schwellung – oral 1“ I „Kiss, Kiss, Bussi, Bussi“ I kuratiert v. A. Wondrak I Wiedefabrik I München
„Absoluter Innenraum“, „Pionierbataillon 210“ I Städt. Atelierhaus am Domagkpark I München
„Distanzen“ I Zschokkestraße I München
„Perlenkette“ I The Dinner#4 I Mia Maljojoki I München
2017
„Going to Paradise“ , „Menschenboden“ , „Dreamer“ I „Touching the Blank“ I Kösk I München
„Kontakt Bronze“ , „Selbst Schwellungen“ I Förderkoje der Stadt München I artmuc art fair München
2016
„Matratzenfinger“ I Festival der Videokunst I Halle 50 I Städt. Atelierhaus am Domagkpark
„ich und du / tissue of consciousness“ I St. Paul I München
„Körper Schwellungen“, „Wand Schwellungen“ I Städt. Atelierhaus Domagkpark I München
„Stellungnahmen“ I Entwurf für den öffentlichen Raum I München
2015
„Pucking Home“ I Performance I Gast bei „Mei sweet hoam“ I Tommy Schmidt I München
„Kontakt Schaumstoff“ I ein Versuch mit Architekturstudenten I Lothringer13 Halle I München
„Dreamer“ I „Apparate“ I Halle50 I Städt. Atelierhaus am Domagkpark I München
„Zellzyklen“, „Schaukeln“ I Städt. Atelierhaus am Domagkpark I München
„Rettungsinseln“ I Pop-Up Performance I Maximilianstraße I München
„Formen der Liebe“ I Installation I München
2014
„Zwischenraum schmecken“ I „Investigations between inner and outer spaces“ I Galerie der Künstler I München
„Befeuchtung 01“ I Raumskulptur I „Kaltes Klares Wasser“ I Schloss Hartmannsberg I Bad Endorf
„Befeuchtung 02/03“, „Unendliche Weiten“, „Adam & Eva“ I  Städt. Atelierhaus am Domagkpark I München
2011
„Bride´s cocoon“ I Raumskulptur I „Memorias“ I IV. Festival International de las Artes I Arenas de S. Pedro I Spanien
2010
„MUSEN küssen_IDEEN knistern_ARCHITEKTEN knautschen“ und „MUSEN_2“ I Videoportraits I Werkstatt Brienner_48 I München
„Assorted Oddities“ I Videoinstallation I Gast bei Micha Purucker I Schwere Reiter I München
„Kirchenbänke auf dem Odeonsplatz“ I Entwurf für den öffentlichen Raum I München
„Spieglein, Spieglein, … Gucci goes Lollipop“ I Entwurf für den öffentlichen Raum I München
2008
„Bits and Pieces of Love” I Bühnenbild I Mc Coy Dance Company I Schwere Reiter I München
2007
„beyond words” I Raum-, Lichtkonzept I Mc Coy Dance Company I i-camp I München
2002
„lebens-mittel-punkt“ I Videoportraits I München
2000
„Autoparkschutzscheibe“ I Max-Joseph-Platz I München
1996
„Zurückbleiben“ I Preisträgerin „Kunst statt Werbung“ I U-Bahnhof-Galerie I Berlin Alexanderplatz
1994
„Architektur – Zwischenraum – Tanz“ I Aedes Galerie Berlin
„Mauergedenkstätte Bernauer Straße“ I Wettbewerb I Berlin
„Landreste“ I Tanzvideo I Choreographie Christina Ciupke I Berlin


AUSBILDUNG

2000-2002
Akademie der bildenden Künste München I Prof. Otto Steidle
1987-1993
Architekturstudium I TU Berlin I Diplom
1984-2008
Tanzpraxis Berlin/München I Modern Dance I Release Technik I Ballett

 

„Susanne Schütte-Steinig ist Künstlerin, Architektin und Yogalehrerin mit tänzerischem Hintergrund. In ihrer künstlerischen Praxis verbinden sich diese Bereiche zu einem Werk, in dem es um Körper und Räume geht. Die Dynamik zwischen dem Raum mit seinen Begrenzungen und dem menschlichen Körper, der sich dazu unbewusst in permanenter Anpassung befindet, die Spannung zwischen sich nährenden Körpern, sowie die Begegnung von Mensch und Natur, um diese korrelierenden Aspekte kreisen Schütte-Steinigs Arbeiten, die meistens als performative Laborsituationen angelegt sind. Die Performances werden in der Regel von den Rezipienten, also den Besuchern einer Ausstellung selbst ausgeführt. Man ist eingeladen, von der Künstlerin choreographierte Settings zu beleben. Der eigene Körper wird temporär Teil der Arbeit, und mit ihm die je individuelle Erfahrung.“ Tanja Pol, Kunsthistorikerin MA, 2020

„Ursprünglich ist Susanne Schütte-Steinig ausgebildete Architektin und Tänzerin. Als Architektin verfügt sie über die Fähigkeit, Räume zu erbauen und Übergänge zwischen Innen und Außen zu gestalten. Als Tänzerin tritt sie körperlich in Interaktion mit dem Raum, rhythmisiert seine Leere durch Choreographie, reagiert auf die Bewegungen anderer TänzerInnen und bringt eigene Empfindungen und Sensationen live in den performativen Akt ein. Indem sie diese Ansätze miteinander verbindet, ist es der Künstlerin möglich, eine weit intensivere und leibhaftigere Auseinandersetzung mit dem Raum zu entwickeln. Susanne Schütte-Steinig geht es bei ihren Versuchsanordnungen vor allen Dingen darum, ein Gefühl und ein Gespür für das zu entwickeln, was Raum sein kann. Sie lenkt unsere Wahrnehmung von einer beobachtenden Perspektive „auf“ den Raum hin zu einem physischen und psychologischen Erleben „von“ Raum. Im abgebildeten „Experiment“ geht es um einen Schaumstoff-Quader, aus dem eine allgemein gültige Kopfform ausgeschnitten wurde. Susanne Schütte-Steinig nennt derartige Formteile „Körpererweiterungen“. Der bereitwillige Versuchsteilnehmer darf sich mit verbundenen Augen vor eine Wand stellen und seinen Kopf in der negativen Schaumstoff-Form, die schulterhoch aufliegt, platzieren. Die Beschränkung seiner gewohnten Wahrnehmung und der Rollenwechsel vom Betrachter zum Akteur eröffnen ihm ein alternatives, breit gefächertes Wahrnehmungs- und Assoziationsspektrum. Er wird durch die Resonanzen des Materials auf seinen Körper ein Gespür für das sonderbare „Dazwischen“ entwickeln, das ihn zugleich von der Wand trennt und mit der Wand verbindet und das sich in der Regel unserer Wahrnehmung entzieht.“ Katrin Dillkofer (KD), 2015